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2015 - 5 a - Wandertag nach Hürtgenwald
am 29. Mai 2015

Über diese Tagesfahrt berichtet die Klassenlehrerin Frau Thelen-Graß:

"Unser 1. Wandertag im Schuljahr 2014/2015 und an unserer nicht mehr ganz so neuen Schule führte uns in die Eifel, nach Hürtgenwald.
Hier wird von der „Biologischen Station des Kreises Düren“ eine Exkursion ins Bibergebiet mit dem Titel:  
„Biber – Burgenbauer mit Biss!“ angeboten.

Um 8.30 Uhr ging es mit dem Bus los, um 9.30Uhr trafen wir auf Frau Hinz, die uns ins Bibergebiet brachte –
auf einem schönen Weg durch den Wald – immer bergab. So waren wir ziemlich schnell im Tal.
Unterwegs fanden wir allerlei interessante Dinge und Tiere, z. B. Mistkäfer.
Die wurden vorsichtig aufgenommen und betrachtet: 
Auf unseren Händen und in Rückenlage konnten wir die schöne,   blau  - schillernde Unterseite in aller Ruhe betrachten,
da die Käfer erst mal im „Totstell- Reflex“ auf unserer Hand liegen blieben, um sich selbst zu schützen. Wir dachten schon, wir hätten sie zerquetscht….!

Unten im Tal konnten wir Biberdämme und eine verlassene Biberburg sehen.
Dass sie verlassen war, wurde uns so erklärt: die Eingänge in Biberburgen sind immer unter Wasser,
damit sie geschützt sind. Wir konnten aber den Eingang erkennen, also …!

Interessant waren auch die vielen, von den Bibern abgenagten Bäume und die entsprechenden Spuren
an hohen und dicken Bäumen, die deshalb umgekippt waren. Wir wollten wissen, wie die Biber das machen.
Deshalb bekamen wir Werkzeuge wie Hammer, Zange und Säge und sollten uns als „Biber“ an kleinen Baumstücken versuchen.
So erkannten wir, dass die Zange ein geeignetes Werkzeug war und fanden jetzt schnell heraus,
dass die Biberzähne sehr ähnlich aussehen. An einem richtigen Schädel konnten wir das gut erkennen –
und noch mehr: nämlich, dass die Schneidezähne aus 2 verschieden gefärbten Seiten bestehen und ziemlich lang sind, weil sie im Kiefer –
für uns zuerst nicht sichtbar, aber später herausziehbar – noch sehr weit verankert sind, fast in der doppelten Länge der sichtbaren Teile.

Mit "Klick" zur Bildergalerie:

Als wir dann noch ein echtes Biberfell in die Hand nehmen konnten, war die Überraschung perfekt:
schwimmende Tiere mit ganz dichtem Fell und einem Schwanz, der aussieht wie eine Schlangenhaut,
und ziemlich massive Klauen! Wie schafft es der Biber, dass sein Fell nicht mit Wasser vollgesogen wird
und er wie ein schwerer Stein sinkt? Wir kamen mit einem Experiment dann doch noch auf des Rätsels Lösung:
Der Biber fettet sein Fell ein, so dass Wasser abperlt – wie von unseren mit Vaseline eingeschmierten Papierblättern.
Steuern kann er mit seinem kräftigen Schwanz.  Riechen  durften wir dann auch noch an einer Probe des Sekrets,
mit dem der Biber sein Revier markiert - das fanden wir jedoch nicht so angenehm…!

Unser Picknick im Biberbeobachtungsstand hat uns dann dennoch gut geschmeckt.
Leider haben wir keine Biber gesehen – aber das ist ja auch logisch, denn Biber sind ja nachtaktiv.

Auf dem Rückweg sollten wir uns alle mit einem Stock ausrüsten – warum wohl?

Auch diese Frage wurde schnell gelüftet: Wir bekamen eine Verdunklungsbrille, um das Sehen bei Nacht zu simulieren.
Dann sollten wir an den Beinen unserer Naturführerin  einen Biberdamm bauen,
der auch noch stehen bleiben sollte! Gar nicht so einfach, wie wir sehr bald herausfanden.
Mit diesem Staffelspiel zum Abschluss begann dann unser Rückweg zum Bus. Ein schöner Vormittag war leider zu Ende!"

Für die 5a:     Gisela Thelen-Graß

 

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Letzte Änderung: 10. August 2015