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2017 - 9 c und 10 c - gemeinschaftlich nach Blegny in Belgien,
eine Zeche in der Wallonie und Weltkulturerbe der UNESCO
 



                                                                                                            [blegnymine.be]

Blegny - Besuch einer Zeche in Belgien

Exkursion der Klassen 9c und 10c


"Zuerst gingen wir zur Waschkaue, wo wir uns Schutzkleidung anzogen. Danach startete die Führung, in welcher uns etwas zum Thema "Kohlebergbau" erzählt wurde:

Zu Beginn fuhren wir in einem Transportkorb in den Minenschacht herunter, hielten in 30 Metern Tiefe an und stiegen aus. Uns wurde erzählt, dass Lichtquellen mit offener Flamme gefährlich waren, da sich in der Luft Methangas befand und dies bei Flammenkontakt zur Explosion führte. Neben dem Methangas war Staub ebenfalls in der Luft enthalten, was zur Silikose, einer Verhärtung der Lunge, führte. Die Bergarbeiter arbeiteten in kleinen Kuhlen, welche meist 30 bis 100 Zentimeter groß waren, das heißt, dass die Arbeiter liegend und sehr hart arbeiten mussten. Dazu kam noch, dass es alle 30 Meter um ein Grad Celsius wärmer wurde. Durchschnittlich war es 38°C warm. Man baute eine Art Klimaanlage, welche aus einem 2-Tunnel-System bestand, um diese zu mildern. Man baute sämtliche Ressourcen ab, indem man Sprengstoffe, später Dynamit, verwendete. Allerdings musste alles einkalkuliert werden, da man mit einem Einsturz des Tunnels rechnen musste. Ebenfalls betätigten wir Bohrer, die extrem laut waren und sogar die Bergarbeiter schwerhörig bis taub machten. Ebenso mussten Kinder, Frauen und sogar Tiere dabei hart arbeiten und zwar zwölf Stunden täglich, sieben Tage die Woche. Diese bedienten dann Züge im Dunkeln, was dauerhaft zu Sehschwächen und Blindheit führen konnte.

 

Das war dann das Ende der Rundführung, doch am Ende schauten wir noch einen Film, der uns alles noch einmal Revue passieren ließ. Wir können froh sein, dass diese Mine 1980 geschlossen wurde und sollten uns selbst fragen, ob wir jedem Handy nachtrauern müssen, welches wir nicht mehr im Besitz haben, anstatt zufrieden mit dem zu sein, was wir haben und und uns darüber freuen, dass Kinder heutzutage nicht mehr unter diesen harten und unfairen Bedingungen arbeiten müssen."

Für die Klassen 9c und 10c: Denis Baykan, Jean-Pierre Kownatzki & Dominik Stockem

 


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Letzte Änderung: 03. August 2017