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Euregioprofilschule

„Es ist wichtig, dass gerade die Schüler der Euregio Europa leben. So wird Europa lebendig“, sagte Prof. Christiane Vaeßen, Geschäftsführerin des Zweckverbands Region Aachen, als jetzt im Einhard-Gymnasium 13 neue Schulen, darunter auch eine aus Belgien und eine aus den Niederlanden, mit dem Euregioprofil ausgezeichnet wurden.
 

AUCH SCHULEN AUS BELGIEN UND DEN NIEDERLANDEN
Folgende Schulen wurden im Rahmen eines bunt gestalteten Festakts, bei dem die Kinder der einzelnen Schulen auf erfrischende Weise mitwirkten, ausgezeichnet:
Neben der KGS Düren-Birkesdorf und der Gemeinschaftsgrundschule Roetgen wurden auch eine Grundschule in Tongeren (Belgien) und eine in Gronsfeld (Niederlande) ausgezeichnet. Außerdem sind jetzt neun weitere weiterführende Schulen Euregioprofil-Schulen: Gesamtschule Aachen Brand, Leonardo da Vinci Gesamtschule Hückelhoven, St. Leonhard Gymnasium Aachen, Rhein-Maas-Gymnasium Aachen, Städtische Realschule Übach-Palenberg, Einhard-Gymnasium Aachen, Ritzefeld-Gymnasium Stolberg, Betty-Reis-Gesamtschule Wasserberg und Gesamtschule der Stadt Mechernich. Bei einem zweisprachigen Festakt in der Aula hoben die Akteure immer wieder die Bedeutung der Zusammenarbeit über die Grenzen hinaus hervor. Wim Horsch vom College van Bestuur aus Heerlen, betonte den Bildungsreichtum in der Euregio und legte sein Augenmerk dabei besonders auch auf Aachen als Hochschulstandort. Daneben gebe es aber auch in Maastricht und Hasselt interessante Universitäten. Wichtig sei, das gemeinsame Angebot so attraktiv zu machen, dass man die jungen Leute in der Euregio halte, sagte er mit Blick auf den demografischen Wandel und das Abwandern junger Studenten an Orte wie Berlin beispielsweise.

BEGEGNUNGEN SELBSTVERSTÄNDLICH
Die Begegnung mit „den Anderen“ ist für die Schüler der Euregioprofil-Schulen offensichtlich eine Selbstverständlichkeit. Sie machen Ausflüge in die Nachbarländer, knüpfen euregionale Freundschaften, lernen zum Teil niederländisch und französisch und tauschen sich grenzüberschreitend mit Schulen aus. „Es wäre schön, wenn ich später einmal ein Schulpraktikum im Ausland machen könnte“, sagte eine Schülerin aus Mechernich. Und das ist sicher ganz im Sinne der Initiatoren der Euregioprofil-Schulen. Denn die setzen sich besonders für das euregionale Verständnis ein. Die ersten Schulen wurden 2013 ausgezeichnet, mit denen, die jetzt dazu gekommen sind, sind es über 40. Vier Grundschulen und neun Gymnasium haben sich im vergangenen Jahr um die Auszeichnung beworben und sie jetzt auch erhalten. „Die Zukunft beginnt für uns ganz konkret mit den Kindern aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien“, meinte Christiane Vaeßen in der Einladung zum Festakt. „Sie sollen voneinander ihre Sprache und ihre Kultur lernen“, meinte sie weiter. Und da die Grenzen offen sind, steht einem Austausch auch nichts im Wege. Das zumindest meinte ein Schüler vom Rhein-Maas-Gymnasium. Die Reisefreiheit sei ihm das Wichtigste an der Euregio. Und Sprachen wie Niederländisch und Französisch scheinen die Kinder auch gerne zu lernen. „Die klingen so schön“, sagte eine Schülerin aus Übach-Palenberg. Interkulturelle Kompetenzen erlangen die Schüler auch bei Besuchen der Nachbarländer.

Wolfgang Arians, der an unserer Schule u. a. Euregio-Unterricht erteilt, schreibt hierzu:

"Europa ja, Europa nein, Maut ja, Maut nein, die Diskussionen in Medien, Politik, ja in der gesamten Gesellschaft hören nicht mehr auf.

Während diese Fragen und die diesbezüglich kontroversen Meinungen in der Öffentlichkeit immer mehr Raum einnehmen, sind wir in unserer Grenzregion schon viel weiter, wir „leben Europa“ jeden Tag.

Unsere Nachbarschaft zu Belgien, den Niederlanden und auch zu Luxemburg bringt es mit sich, dass die Länder wirtschaftlich, im Alltag, in der Schule und auch beruflich immer mehr zusammenwachsen. In der Gewissheit, dass zukünftig die Möglichkeiten, im Ausland beruflich tätig zu werden, weiter an Bedeutung gewinnen werden, hat die Realschule Übach-Palenberg schon seit dem Jahr 2014 damit begonnen, Euregio-Unterricht zu erteilen. Viel mehr als bisher sollen die Schüler(innen) durch diesen Unterricht die Vorteile der Grenznähe zu den Nachbarländern erkennen, sie sollen Kenntnisse über die Niederlande und Belgien erhalten, spielerisch und musikalisch erwerben sie Sprachgefühl und Aussprache der jeweiligen Nachbarsprachen.

Seit April 2016 hat unsere Schule das Recht erworben, sich Euregio-Profilschule zu nennen. Neben zahlreichen Grundschulen unserer Region, die diesen Namen ebenfalls tragen, sind wir eine der wenigen weiterführenden Schulen, welcher diese Bezeichnung verliehen wurde. Im laufenden Schuljahr wird der Euregio-Unterricht nicht nur in den 5er- Klassen, sondern auch in der Jahrgangsstufe 6 erteilt, dadurch ist die Vermittlung vertiefender Kenntnisse im Hinblick auf die Euregio möglich.Die Lehrpläne der Fächer Erdkunde, Politik  und Geschichte werden ebenfalls ergänzt durch das Thema „Euregio“.  

Ein Schüleraustausch zwischen einer wallonischen Schule in Belgien und unserer Realschule gestaltet sich z. Zt. aufgrund gegebener unterschiedlicher Strukturen im deutschen und belgischen Förderungssystem für Schulfahrten etwas schwierig. Im kommenden Schuljahr soll diese Hürde allerdings beseitigt werden und die Begegnung und der persönliche Kontakt zwischen unseren Schülern  und einer Schule in Herve (nahe Lüttich) werden dann ebenfalls Teil des Euregio-Konzeptes sein.


Letzte Änderung: 22. April 2017